NAS & SAN

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Kurz gesagt: Beides sind zentrale Speichersysteme, aber für verschiedene Aufgaben. Ein NAS (Network Attached Storage) ist der Dateispeicher fürs Team: zentrale Ordner und Freigaben über das normale Netzwerk. Ein SAN (Storage Area Network) ist das Speichernetz für Server: Hochleistungs-Speicher, auf dem virtuelle Maschinen und Datenbanken laufen.

NAS: NetzwerkspeicherZentrale Ordner und Freigabenfürs ganze Team. Einfach,bezahlbar (z. B. Synology, Qnap)SAN: SpeichernetzHochleistungs-Speicher direktfür Server: Virtualisierung,Datenbanken (z. B. NetApp)Faustregel im Mittelstand: NAS für Team-Dateien, SAN erst bei größeren Server-Landschaften.
NAS für Team-Dateien, SAN als Hochleistungs-Speicher für Server.

Was ist der Unterschied in der Praxis?

Das NAS kennt Dateien und Ordner: Es stellt Freigaben bereit („Laufwerk V: für Vertrieb“), regelt Zugriffsrechte und eignet sich mit Systemen wie Synology oder Qnap auch als Backup-Ziel und für die Foto- und Dokumentenablage. Es hängt am normalen Firmennetz und ist vergleichsweise günstig, für die meisten Mittelständler das Arbeitstier der Datenhaltung.

Das SAN stellt den Servern dagegen rohen Speicherplatz bereit, als wäre er direkt eingebaut, nur eben zentral, schnell und ausfallsicher (etwa mit NetApp-Systemen). Darauf laufen die Festplatten der virtuellen Maschinen und die Datenbanken. Die Grenzen verschwimmen: Gute NAS-Systeme beherrschen heute auch Server-Speicher-Aufgaben, so dass im Mittelstand oft ein leistungsfähiges NAS beide Rollen übernimmt, richtig dimensioniert und mit RAID-Ausfallschutz konfiguriert.

Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?

Verstreute Daten auf Einzelrechnern und USB-Platten sind unsicherbar: kein Backup, keine Rechte, kein Überblick. Zentraler Speicher ist die Voraussetzung für saubere Backups, Zugriffskontrolle und Virtualisierung. Wichtig zu wissen: Auch ein NAS mit RAID ist KEIN Backup, es schützt vor Plattenausfall, nicht vor Ransomware oder Löschfehlern. Die Sicherung gehört zusätzlich und getrennt aufgebaut.

Aktuelles zum Thema

Stand: Juli 2026. Diesen Abschnitt aktualisieren wir regelmäßig.

  • NAS-Systeme im Angriffsfokus: Aus dem Internet erreichbare NAS-Geräte werden regelmäßig Ziel automatisierter Angriffe. Grundregel: nie direkt ins Internet stellen, Updates aktuell halten, Admin-Zugang mit Mehrfach-Anmeldung sichern.
  • Ransomware zielt auf zentrale Speicher: Verschlüsselungstrojaner suchen gezielt Netzwerkfreigaben und erreichbare Sicherungen, getrennte, unveränderbare Backup-Kopien sind Pflicht (BSI-Gefährdungslage).
  • Flash wird Standard: SSD-Speicher ist so bezahlbar geworden, dass auch Mittelstands-Systeme zunehmend komplett auf schnellen Flash-Speicher setzen, spürbar im Arbeitsalltag.

Verwandte Begriffe

Backup  ·  Virtualisierung  ·  Snapshot  ·  Ransomware

Paul Eilfeld, Geschäftsführer von oneserv

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